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“Wir kommen!”

Jeder Skipper, der in schwieriger oder gar bedrohlicher Situation diese zwei Worte am Funk hört, kann sich sicher sein, das Frauen und Männer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger [DGzRS] freiwillig an Land alles stehen und liegen lassen, um zu Hilfe zu eilen.

Gegründet am 29. Mai 1865, steht die DGzRS eigenverantwortlich und unabhängig für die Seenotrettung an den deutschen Küsten. Über ein Jahrhundert hat diese private Organisation ihre satzungsgemässe und traditionelle Pflicht in der Rettung und Hilfeleistung auf Hoher See gesehen. Im Jahr 1965 wurde im “Seeaufgabengesetz” bereits die Rolle der DGzRS als alleiniger Seenotrettungsdienst festgeschrieben – im März 1982 wurde, unter Bezugnahme auf die 1979 in Hamburg verabschiedete Internationale SAR-Konvention (IMO-Konvention), in einer Vereinbarung zwischen dem Bundesverkehrsministerium und der DGzRS verbindlich die “Durchführung, Leitung und Koordinierung des Such- und Rettungsdienstes” übertragen.

Beide Vertragspartner verständigten sich darauf, dass die DGzRS den SARDienst (Search and Rescue) weiterhin als privatrechtlicher und gemeinnütziger Verein unabhängig, freiwillig und mit den eigenen Mitteln durchführt. De facto nimmt die DGzRS damit hoheitliche, sprich staatliche Aufgaben wahr, ohne aber als Non-Profit-Organisation auch nur einen Cent Steuermittel zu beanspruchen.

Der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler sagte als Schirmherr des Deutschen Rettungswerkes:: “Ich empfinde Hochachtung vor dem, was die Mitglieder der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger leisten!” Diesem können wir uns nur anschliessen: wer auch nur einmal die Selbstverständlichkeit und Bescheidenheit der Retter im Notfall erlebt hat, ist sich bewusst, auf See nicht alleine zu sein. Im letzten Jahr konnten 124 Menschen aus Seenot gerettet und 799 Personen aus drohenden Gefahrensituationen befreit werden. In der über 143jährigen Geschichte der DGzRS haben die Seenotretter mehr als 74.000 Menschen retten können.

Wir alle sind unserem Sport auf See leidenschaftlich zugeneigt, und verlassen uns darauf, in jeder Situation Hilfestellung oder gar Rettung zu erfahren. Gerade darum möchten wir unseren Lehrgangsteilnehmern und Absolventen die Unterstützung der DGzRS herzlich empfehlen. Zwar spenden wir mit Freude 5 EUR je Teilnehmer aller unserer Lehrgänge, Seminare und Törns ohne Abzüge und Umwege an die Retter, doch kann dies nur einen äusserst bescheidenen Beitrag der gewaltigen Aufgaben zu Ausbildung, Flottenerhaltung und Ausrüstung derer darstellen, die jeden Notruf von See mit “Wir kommen!” beantworten.

Besuchen Sie daher die Seiten der DGzRS, lernen Sie “Ihre Retter im Notfall” kennen, und unterstützen Sie bitte die Arbeit einer Organisation, die Sie hoffentlich nie benötigen werden, und für die ein “Danke” allein niemals ausreichen wird:

Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Sicher auf See

Wo finde ich den Seewetterbericht? Welche Rettungsweste ist die richtige? Welche Seenotsignalmittel brauche ich an Bord?

Diese und viele weitere Fragen klärt “Sicher auf See”, eine 32-seitige Broschüre, die jetzt aktuell von der DGzRS herausgegeben wurde. Kurz und knackig wird das wesentliche Wissen um die Sicherheit an Bord für Wassersportler versammelt, ob zur Auffrischung oder als erste Grundlage für Mitsegler oder -fahrer.

Die Broschüre kann gegen Rückporto direkt bei der
DGzRS angefordert werden.


© 2006 - 2010: Rheinische Yacht Schule Düsseldorf. Fotos: mit freundlicher Genehmigung der DGzRS